Das Kind in Ehrfurcht aufnehmen,
in Liebe erziehen, in Freiheit entlassen.
Rudolf Steiner
Die Vielfalt der aufeinander bezogenen Unterrichtsinhalte und Tätigkeiten in unserer Schule soll unseren Schüler*innen ein weites Menschen- und Weltbild vermitteln und Neugierde auf das Leben wecken. Die Einengung auf eine bestimmte weltanschauliche Sichtweise widerspricht der Waldorfpädagogik.
In der 10. Klasse bieten wir Schüler*innen nach individueller Absprache die Möglichkeit, ihr Zehntklasszeugnis als Hauptschulabschluss anerkennen zu lassen.
Am Ende ihrer Waldorfschulzeit stellen die Schüler*innen der 12. Klasse ihre erworbenen Fähigkeiten unter Beweis, indem sie eine individuell gewählte Projektarbeit in einem theoretischen und praktischen Teil anfertigen und der Schulöffentlichkeit präsentieren. Als Gesamtleistung der Klasse führen sie ein Schauspiel auf.
Diejenigen, die sich im Lauf der 11. Klasse für den Realschulabschluss entschieden haben, legen zudem die staatliche Realschulprüfung ab.
In der 13. Klasse werden die Schüler*innen auf die staatliche Abiturprüfung vorbereitet.
Die Schüler*innen werden z.Zt. in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Geschichte sowie Geografie, Chemie, Biologie, Spanisch und Bildende Kunst schriftlich und mündlich geprüft.
Von der Unterstufe an legen wir viel Wert darauf, mit den Kindern und Jugendlichen praktische Erfahrungen zu sammeln.
So bestellen die Kinder der 3. Klasse einen Acker mit dem Pflug und bauen in der “Hausbauepoche” der 4. Klasse auf dem Gelände einen kleinen Schuppen oder Ähnliches.
Ausflüge oder Klassenfahrten stehen häufig im Kontext mit bestimmten Unterrichtsinhalten. So wird u.a. im Rahmen der “Heimatkunde” – entlang unseres größten Flusses, von der Quelle bis zur Bodenseemündung – die Landschaft erwandert, oder im Anschluss an die Goethe-Schiller-Epoche eine Reise nach Weimar gemacht.
Mit dem Landvermessungspraktikum wird in der 10. Klasse die theoretische Trigonometrie mit der Realität verbunden: Indem die Schüler*innen mehrere Messverfahren kennenlernen, gelangen sie im Tun schließlich zur Kartierung einer Landschaft. Dabei arbeiten sie in Teams, was zudem Verlässlichkeit und Vertrauen untereinander fördert.
Drei vierwöchige Praktika an außerschulischen Lernorten dienen dem Ziel, dass sich die Schüler*innen wirklichkeitsnah mit ihrer Mit- und Umwelt auseinandersetzen, um den eigenen Horizont zu weiten. So findet in der 9. Klasse ein Praktikum in einem Landwirtschaftsbetrieb statt, in der 10. Klasse in einem Handwerksbetrieb und in der 11. Klasse in einer Sozialeinrichtung.
Alle Praktika zeigen sich als unverzichtbarer Erfahrungsschatz und Orientierungshilfe für das ganze Leben.
In der zum Ende des Schuljahres stattfindenden Projektwoche werden die klassenübergreifenden Kurse, die über das ganze Jahr stattfinden, in einem Gemeinschaftsprojekt zusammengeführt und zur Aufführung gebracht. Dabei können die Schüler*innen zwischen Aktivitäten wie Theaterspiel, Tanz, Chor, Band, Kulissenbau und Projektleitung sowie Bühnentechnik auswählen.
Kinder und Jugendliche stärken, fördern und begleiten mit den Angeboten des Förderbereichs der Waldorfschule Wangen.
Förderunterricht – Heileurythmie – schulärztliche Begleitung
Einzelne Kinder und Jugendliche sowie kleine Gruppen von Schüler*innen finden durch die Angebote des Förderbereichs Unterstützung in ihrer persönlichen und schulischen Entwicklung.
Der liebevolle Blick auf das einzelne Kind, die Idee der Prävention und des salutogenetischen Ansatzes der Waldorfpädagogik sowie die Kenntnis von Entwicklungs- und Lernbedingungen von Kindern und Jugendlichen bilden die Grundlage der pädagogisch-therapeutischen Arbeit im Förderbereich.
Die Zusammenarbeit mit den Eltern und Lehrer*innen der anvertrauten Schüler*innen ist selbstverständlicher Bestandteil des Tätigkeitsfeldes.
Verantwortliche Vertreterin des Förderbereichs:
Frau Huchel
huchel@waldorfschule-wangen.de
Die im Bund der Freien Waldorfschulen vereinigten Waldorf- und Rudolf-Steiner-Schulen haben sich dazu verpflichtet, dass jede Schulgemeinschaft ein Schutzkonzept erarbeitet, das regelmäßig aktualisiert und weiterentwickelt wird.
Link zu unserem eigenen Schutzkonzept
Des Weiteren wird die Wangener Waldorfschule durch unseren Schulsozialarbeiter unterstützt und präventiv begleitet. Bei Bedarf ist er auch für Anliegen aus der Eltern- und Lehrerschaft sowie für alle weiteren Mitarbeitenden ein Ansprechpartner.
Schulsozialarbeit: Kilian Holzer
holzer@waldorfschule-wangen.de
Ein Schutzkonzept hilft Schulen, Kindertagesstätten und Horten bewusster dafür einzutreten, den Kindern und Jugendlichen Orte zu werden, an denen sie wirksam vor jeglicher Form von Gewalt geschützt sind.